Stahl – Die Eisen-Kohlenstoff-Legierung

Stahl ist eine Eisen-Kohlenstoff-Legierung, die weniger als 2,06 Prozent Kohlenstoff enthält. Bei einem höheren Anteil spricht man von Gusseisen. Die Dichte liegt bei ca. 7.850 kg/m³.

Die Stahlerzeugung läuft wie folgt ab: als erstes wird Eisenerz mit Koks und Kalkstein vermischt. Anschließend wird der daraus entstandene Möller in einen Hochofen gegeben, wobei der Kohlenstoff aus dem Koks verbrannt wird. Dadurch entsteht Wärme und Kohlenmonoxid und entzieht dem Eisenerz den Sauerstoff. Am Ende bleibt Schlacke und Roheisen, das allerdings noch ca. 4,5 Prozent Kohlenstoff enthält. Deshalb ist das Roheisen noch sehr spröde und kann nicht direkt verwendet werden. Roheisen wird dann zu Rohstahl veredelt. Dazu wird in das noch flüssige Roheisen Sauerstoff geblasen, was dann den Kohlenstoff verbrennt.

Die Vorteile von Stahl liegen auf der Hand: hoher Wirkungsgrad, Anpassbarkeit der Querschnitte und Bauteilform, leichte Demontier- und Ersetzbarkeit von Konstruktionen, hohe aufnehmbare Last, Wiederverwendbarkeit oder 100%iges Recycling, langlebige Baukonstruktionen. Auch die Wirtschaftlichkeit spielt eine große Rolle, denn Stahl ist leicht industriell vorzufertigen und sehr schnell zu montieren, was wiederum eine Kostensicherheit, kurze Montagezeiten und eine genaue Kalkulation mit sich bringt. Zudem lassen sich Elemente leicht austauschen oder verändern wie bei einer modular Bauweise.

Nachteile sind unter anderem die Korrosionsanfälligkeit bei normalem Baustahl und der geringe Brandwiederstand. Leider handelt es sich bei Stahl auch um eine endliche Ressource. Es wird geschätzt, dass das Eisenerz nur noch für 50 Jahre reichen wird.


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