1.4571

Werkstoffnummer 1.4571 ist nach allen bekannten Schweißverfahren gut schweißbar. Eine Wärmebehandlung nach dem Schweißen ist im Allgemeinen nicht notwendig. Wenn der Abbau von Schweißspannungen aus korrosionschemischen Gründen zweckmäßig erscheint, sollte eine Wärmebehandlung erfolgen (zum Beispiel halbstündig bei 900 Grad Celsius). Es besteht eine gute Duktilität. Wie bei der Werkstoffnummer 1.4541 sollte für spanabhebende Bearbeitung nur gut geschliffenes Werkzeug verwendet werden. Die Stähle sind polierfähig. Durch den Einschluss von sehr harten Titancarbiden können beim mechanischen Schleifen allerdings Riefen durch Aus- und Mitreißen der Titancarbidkörner in der Oberfläche entstehen. Solche werden jedoch aufgrund des Zusetzens mit Schleifstaub erst nach dem Elektropolieren sichtbar. Diese Oberflächenstruktur ist in einigen Fällen für den Einsatz im pharmazeutischen Anlagenbau ungeeignet.

Anwendung

Die erhöhte Beständigkeit gegen Lochfraß und Korrosion qualifiziert diese Stähle für den Einsatz vor allem auf dem großen Gebiet des chemischen Apparatebaus. Zusätzliche Anwendungsgebiete: Kernkraft, Vakuumtechnik, Instrumentierung im Reaktorbau, U-Boot Bau, Ofenbau, Transsulfit Industrie: Sulfitindustrie, Zellstoffindustrie, Textilindsutrie, Farbenindsutrie, Fettsäureindsutrie, fotochemische und pharmazeutische Industrie. Dieses Material wird auch oft in der Abgastechnik verwendet.


Siehe auch

→ Quellenangabe → Wikipedia: WNr. 1.4571 (X6CrNiMoTi17-12-2), AISI 316Ti, (A5)


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