1.4401

Der Werkstoff mit der Nummmer 1.4401 ist ein rostfreier, austenitischer Stahl mit ausgezeichneter Korrosionsbeständigkeit.

Anwendung

Laut DVGW-Arbeitsblatt W541 (Grundlage für die Anforderungen an Rohre aus nichtrostenden Stählen für die Trinkwasser-Hausinstallation) wird der Stahlwerkstoff 1.4401 (neben 1.4571) am häufigsten verwendet. Es handelt sich dabei um einen Chrom-Nickel-Stahl mit Molybdänzusatz. Dieser Stahl ist gut kalt umformbar (biegen, tiefziehen, stanzen) allerdings nicht einfach zerspanbar. Wegen seiner hohen Verfestigung bedarf es entsprechender Werkzeuge. Eine starke Verformung kann den Stahl etwas magnetisieren. Wird der Stahl bei Temperaturen von 500 °C bis 900 °C gehalten, können sich Chromkarbide in den Korngrenzen ausscheiden, was die Beständigkeit im Verhältnis zu interkristalliner Korrosion katastrophal verschlechtern kann. Ein Lösungsglühen ist dann notwendig, um die Karbide aufzulösen, gefolgt von einem raschen Abschrecken, um jede neue Ausscheidung zu verhindern. Ein Abschrecken nach einer thermischen Behandlung wird in jedem Fall empfohlen. Dieser Stahl ist mit allen gängigen Methoden einfach schweißbar, mit Ausnahme der Sauerstoff-Azetylen Flamme. Nach dem Schweißen sollte ein Weichglühen mit anschließendem Abschrecken erfolgen, um das Risiko einer interkristallinen Korrosion zu entfernen.


Siehe auch

→ Quellenangabe → Wikipedia: WNr. 1.4401 (X5CrNiMo17-12-2) AISI 316, (V4A)


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