Industrial Data Space – Datenverlust war gestern

Industrial Data Space optimal nutzen

Für Unternehmen gibt es nichts Schlimmeres als der Datenverlust oder Kontrollverlust. Kundendaten oder interne Firmendaten sind oftmals das Wichtigste für ein Unternehmen.

Aber was wäre, wenn Unternehmen diese Daten jetzt ganz einfach in einem sogenannten Industrial Data Space austauschen? Können Sie sich das vorstellen?

Industrial Data Space: Digitaler Fortschritt

Nun gibt es einen virtuellen Raum, in dem es möglich ist, ganz einfach Daten auszutauschen. So soll der Verlust von verschiedensten Daten verhindert werden. Dieser virtuelle Raum läuft über den Namen “Industrial Data Space”. Dieser Data Space verknüpft quasi die Daten in einem Geschäftsökosystem. So wird es uns erleichtert, gemeinsam die Prozesse zu optimieren und alle Daten über unsere Geschäftspartner zu sichern.

Die digitale Welt verändert nicht nur unsere Geschäftsprozesse, sondern auch unsere Daten und die Sicherheit. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat geforscht und stellt nun ihr neues Projekt vor. Ein Raum voller Daten mit einem permanenten Austausch. Eine seltsame Vorstellung, aber dennoch gibt es sie.

Industrial Data Space optimal nutzen

Um Industrial Data Space optimal zu nutzen, ist es wichtig, dass jedes Unternehmen seine eigenen Spielregeln festlegt. Beteiligte können sich demnach sicher sein, dass nur festgelegte Nutzer die Daten einsehen und sich darüber austauschen können.

Auch in der Realität funktioniert das Ganze. Salzgitter beispielsweise hat Interesse an dem Projekt gefunden und arbeitet nun damit. Die Salzgitter AG reagiert begeistert und gibt positives Feedback zurück an die Fraunhofer-Gesellschaft. Egal, ob es sich um Lagerdaten zwischen dem Kunden und dem Lieferanten handelt oder man sich über verschiedene Daten der Kunden austauscht. Das Lieferantensystem bietet den Kunden eine schnelle Antwort über den derzeitigen Lagerbestand – so ist Stahl kaufen noch einfacher!

“Der aufwändige manuelle Datenabgleich entfällt komplett”, beschreibt Prof. Dr.-Ing Heinz Jörg Fuhrmann, Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter AG, den Nutzen des Industrial Data Space.

Der komplette Prozess wird jederzeit von Smart Data Apps kontrolliert, so wird der Bedienungsprozess enorm erleichtert. Diese Apps haben mehrere Funktionen, die den gesamten Austausch der Daten erleichtern. In den Bedienoberflächen sind verschiedene Konnektoren versteckt. Diese Konnektoren haben die Aufgabe, den Austausch zu organisieren und zu leiten. Außerdem sorgen sie für die Datensicherheit. Auch auf die Sicherheit der Konnektoren muss geachtet werden, dafür ist das Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) zuständig.

Pläne für die Zukunft

Das Fraunhofer-Institut optimiert den sogenannten “virtuellen Raum” jeden Tag. Außerdem soll es nicht nur um die Informationen über den Lagerbestand gehen, sondern auch um die Überwachung in Echtzeit von verschiedensten Transporten. Somit lassen sich die Prozesse der Anlieferung genau planen. Auch die Lebensmittelindustrie ist interessiert an dem neuen, virtuellen Geschäftsmodell. Hier geht es schließlich um genaue Daten von Temperatur, Erschütterung oder Licht und um die Fragen: Ist die Ware noch ungeöffnet oder ist die Kühlkette unterbrochen worden? So bekommen die Lebensmittelhändler regelmäßig Informationen über den Zustand der Lebensmittel.

Der Industrial Data Space verbindet gleichzeitig aber auch Wirtschaftszweige, um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten und somit das gemeinsame Potential besser auszuschöpfen.

“Wir können uns auch vorstellen, dass über den Industrial Data Space eine Art Marktplatz für Daten entsteht, in dem Unternehmen mit Daten handeln”, meint Prof. Boris Otto, Forschungschef des Industrial Data Space und Industrieleiter am Fraunhofer ISST.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt dieses innovative Projekt enorm. Zwölf Fraunhofer-Institute arbeiten gleichzeitig an diesem Projekt.

Wir sind begeistert und gespannt auf weitere Forschungen!

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