Hackerangriffe – Wenn sie bemerkt werden, ist es oft zu spät

Schutz gegen Hackerangriffe

Mehr als 30 Prozent der deutschen Unternehmen sind in der Vergangenheit Ziel von Angriffen durch Hacker geworden. Dabei haben die Folgen immer unterschiedlich Auswirkungen. Jedes Unternehmen hat wohl die Verluste auf die ein oder andere Art und Weise hinnehmen müssen. Das Problem der Unternehmen ist, dass sie die Angriffe meist erst zu spät entdecken.

Dabei können die Folgen für die Unternehmen völlig unterschiedlich sein. Vom Missbrauch der Daten bis hin zur schlichten Löschung – einfach nur, um einem Unternehmen zu schaden. Je nachdem wie gut bzw. wie schlecht das Unternehmen auf solche Angriffe vorbereitet ist, kann es auch in die Insolvenz getrieben werden.

Hackerangriffe durch Ransomware

Obwohl das Problem bekannt ist, ist zu erkennen, dass trotzdem immer mehr Firmen von solchen Angriffen betroffen sind. Auch die Angriffe an sich weisen immer öfter das selbe Muster auf. Denn die Anzahl der Angriffe durch so genannte Ransomware ist deutlich gestiegen. Die Hacker verfolgen das Ziel, so viele Daten wie möglich des Unternehmens zu verschlüsseln, um sie damit für das Unternehmen unbrauchbar zu machen. Anschließend erhält das Unternehmen Anweisungen, Geld zu überweisen, damit die Daten wieder freigegeben werden. In fast allen Fällen ist es nicht ratsam das Geld zu zahlen.

Die deutlich überwiegende Mehrheit der Unternehmen, die Opfer eines Hackerangriffs werden, merken dies erst gar nicht, manchmal sogar über Monate. Folglich ist ein Eingreifen dann definitiv zu spät. Es wird sehr kompliziert nachzuvollziehen, welche Daten herunter geladen wurden oder Schaden genommen haben.

Bin ich Opfer eines Hackerangriffs?

Einer der offensichtlichsten Hinweise ist z. B. die Veränderung der Homepage auf eine Art und Weise, die Kunden offensichtlich verschreckt und dem Image der Firma schadet. Das passiert, wenn es der Hacker auf irgendeine Weise schafft, in das Backend der Firmenhomepage zu gelangen. Sehr schlimm wird es, wenn die User auf eine andere Seite weitergeleitet werden, von der sie denken sollen, dass es die eigentliche Firmenwebsite ist.

Auch ein enorm angestiegener Datenverbrauch des Unternehmens kann darauf hinweisen, dass ein Angriff auf das Unternehmen stattgefunden hat. Dies können sie mithilfe zahlreicher Tools einfach überprüfen und bei Bestätigung unbedingt sofort melden. Aber nicht nur den Datenverbrauch sollten Firmen im Auge behalten, sondern nach Möglichkeit auch die Zeitdaten der Mitarbeiter. Wenn ein oder verschiedene Mitarbeiter zu sehr ungewöhnlichen Zeiten eingeloggt sind, dann müssen sie das überprüfen. Bei Mitarbeiteraktivitäten außerhalb der üblichen Geschäftszeiten sollte man schnellstens den zuständigen Mitarbeiter benachrichtigen.

Einer der schlimmsten Fälle ist wohl, Kopien der eigenen Produkte im Internet zu entdecken. Das kann nämlich bedeuten, dass das Unternehmen ganz unbemerkt und unentdeckt gehackt wurde. Hier ist es ratsam rechtliche Schritte einzuleiten. Allerdings wird es schwierig nachzuweisen, dass die andere Firma die Informationen und Daten über einen Hacker bezogen hat.

Eine oben schon erwähnte Möglichkeit ist auch das Auftauchen einer Erpressernachricht auf dem Bildschirm und die Verschlüsselung der Firmendaten. Hier besteht meist nur die Möglichkeit, ein Backup zu laden. Denn in den allermeisten Fällen ist es nicht so, dass bei Bezahlung der geforderten Summe die Hacker wirklich bereit sind, die Daten wieder freizugeben. Dazu kommt, dass sich der Versuch, die Daten wieder zu entschlüsseln, oftmals als sehr schwierig erweist.

Über Mitarbeiterkonten reingehackt

Bestimmte Mitarbeiter können sich mit ihren gewohnten Zugangsdaten nicht mehr einloggen? Auch das ist ein Hinweis, dass jemand in das System eingedrungen ist. Möglich ist, dass ein Mitarbeiter das eigene Passwort aus Versehen preisgegeben hat, der Hacker so lange geraten hat, bis er das Passwort entschlüsselt hat oder die Zugangsdaten einfach zu offensichtlich gewählt waren. Unabhängig davon, auf welche Weise der Eindringling es geschafft hat, in das System einzudringen, es ist wichtig, das Problem zu beheben. Denn der Hacker ist nun in der Lage, vollständig einzugreifen und Änderungen vorzunehmen.

Es kann auch passieren, dass es Hacker nur auf das Emailkonto eines Mitarbeiters oder den info@-Account abgesehen haben. Wenn sie Beschwerden von Kunden erhalten, die bemängeln, dass sie Spam erhalten haben, der aber gar nicht wissentlich von ihrer Firma gekommen ist, dann ist dies ein weiterer Hinweis. Eine andere Möglichkeit wäre es, dass die Hacker gezielt nur eine Konversation per Email stören möchten, um den Kunden bspw. zu einer anderen Firma zu treiben oder interne Prozesse zu boykottieren. Bei ersterer Variante können Unternehmen zusätzlich noch abgemahnt werden, weil sie eindeutig Spam-Mails versenden.

Ein nicht nur für Sie ärgerlicher Vorfall, sondern auch für Ihre Kunden, ist der Datenklau und die anschließende Veröffentlichung privater Kundendaten bspw. im Darknet. Dies fällt oftmals erst dann auf, wenn jemand diese Daten erworben hat und diese für seine Zwecke ausnutzt. Denn anders wird es eher schwierig, da sich Menschen ohne besonderes Computerfachwissen oftmals nicht im Darknet aufhalten.

Wie kann ich mich gegen Hacker schützen?

Es ist immer von Vorteil, Mitarbeiter in der Firma zu beschäftigen, die sich mit Hackerangriffen auskennen und wissen, was zu tun ist. Dies spart oftmals viel Zeit und Geld. Vor allem sind diese Personen auch in der Lage, vorab die Weichen zu stellen, damit es für die Hackern möglichst schwierig ist, das System zu hacken. Kleine Unternehmen haben den Vorteil, dass die Hacker sie wohl seltener als Ziel auswählen, jedoch ist es dann auch schwierig, extra jemanden für diesen Fall einzustellen und zu bezahlen. Hier ist es ratsam mit externen Helfern in Kontakt zu stehen. Diese können dann im Fall eines Angriffs einspringen und helfen.

Der einfache Einsatz von Anti-Virenprogrammen ist kein Garant dafür, dass ein Unternehmen geschützt ist. Wir empfehlen, regelmäßige Untersuchungen von Experten durchführen zu lassen. So können die Unternehmen immer sicher sein, dass ihr System nicht angreifbar oder schon befallen ist. Und wenn doch, haben sie schon Experten vor Ort, die sich um das Problem kümmern können. Auch die Mitarbeiter sollten ausführliche Schulungen bekommen, um nicht unabsichtlich die Person zu sein, die den Hackern die Tür zum System öffnet.

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