Die E-Commerce Trends aus den USA

E-Commerce Trends aus den USA

E-Commerce ist ein laufender Begriff im Internet der Dinge. Der Cyber Monday sowie der Black Friday sind Begriffe, die wir alle kennen. Hauptsächlich wurden diese Begriffe aber in den USA geboren. Man kann also sagen, dass die Begriffe nun auch in Deutschland Fuß gefasst haben. Vor allem jetzt, wo die Weihnachtszeit begonnen hat und der Onlinemarkt aus allen Nähten platzt.

Nach den Zahlen des Handelsverbands Deutschland (HDE) verdoppeln sich die Ausgaben von Shoppern im Netz alleine im letzten Jahr auf 1,7 Milliarden Euro. Dieses Jahr ist es gut möglich, dass sich die Zahl noch mal vergrößert, da die Verbraucher auch dieses Jahr dasselbe Nutzerverhalten zeigen.

Wer gibt den Trend im E-Commerce vor?

Den Trend geben ganz klar die sogenannten “Smart Consumer” vor. Im vergangenen Jahr waren es 16 Prozent von den HDE-Befragten, die angaben, dass sie den Black Friday für Einkäufe von reduzierten Waren nutzen. Der Cyber Monday schlug 13 Prozent heraus. Diese Zahlen sehen ganz schön mau aus im Vergleich mit dem Smart Consumer. Die HDE-Studie nennt sie auch “Early Adopter”. Das Konsumverhalten wird als zukunftsweisend beschrieben. Jeder Vierte der Early Adopter nutzt einen der beiden amerikanischen Trend-Tage zum shoppen. Smarte Konsumenten gehören zu der Gruppe, die ihre Smartphones täglich und in Verbindung mit PC- oder Laptop nutzen. Ein weiteres Merkmal ist die ständige Erreichbarkeit dieser Personengruppe.

Online oder doch besser Offline?

Diese Frage stellen sich momentan viele. Ist der Verkaufskanal online oder offline stärker? Die HDE-Studie hat ergeben, dass Offline-Kanäle deutlich besser laufen als solche, die online sind. Der Umsatz des Einzelhandels steht laut HDE in einem stetigen Wachstum. Für 2017 soll es sogar ein Wachstum von bis zu drei Prozent geben. Hier würde der Offline-Handel dann bei 501 Milliarden Euro liegen. Auch der November und der bisherige Dezember werden voraussichtlich ein Wachstum von drei Prozent und somit einen Umsatz von 94,5 Milliarden Euro erzielen.

Der Online-Handel weist im Gegensatz zu seinen Handels-Konkurrenten mit zehn Prozent eher einen kleinen Anteil auf. Von 501 Milliarden Euro netto hat der Online-Handel gerade einmal 48,7 Milliarden Euro heraus geschlagen.

HDE-Geschäftsführer Stephan Tromp: “Der Online-Handel macht gut ein Viertel seines Jahresumsatzes im November und Dezember. Die Weihnachtszeit ist damit die umsatzstärkste Zeit für den E-Commerce”.

E-Business hat noch Luft nach oben

Im Mobile Commerce ist noch viel schlafendes Potenzial zu wecken. Momentan gibt es noch nicht den Anteil der Abverkäufe, den die meisten Unternehmen gerne sehen wollen.

“Insgesamt stehen hinter beinahe einem Viertel des Online-Umsatzes Käufe mit dem Smartphone. Dabei geht es meist nicht um Bestellungen über das Handy von unterwegs, sondern die Mehrheit nutzt das Smartphone zum Shoppen von zu Hause oder vom Arbeitsplatz aus”, so Tromp.

Der standortgebundene Handel muss sich allerdings keine Sorgen machen, dass Kunden die Produkte, die sie offline sehen, wiederum online bei dem Wettbewerber kaufen. Die HDE-Studie geht eher davon aus, dass Smartphones Innovationen im Handel fördern. Hierbei sind vor allem die sogenannte Indoor-Navigation oder die Zusendung von Rabattgutscheinen oder der Ausbau der Online-Zahlungsabwicklung wichtig.

Lars Hofacker ist Leiter des Forschungsbereichs des E-Commerce beim EHI Retail Institute – er sieht für den M-Commerce eine rosige Zukunft.

“Mittlerweile sind mobile Check-outs, sei es über die mobile Website oder per App, zum Standard geworden. Man merkt, dass sich der Mobile-First-Gedanke immer mehr durchsetzt. Durch die Verbreitung der Smartphones hat sich die Implementierung von responsiven Seiten oder mobiloptimierten Shops parallel gut entwickelt. Das sah vor zwei bis drei Jahren noch anders aus”.

Wer steht an der E-Commerce-Spitze?

Einige wenige Händler haben es allerdings geschafft, die Spitze des E-Commerce zu erobern. Dazu gehört vor allem Amazon. Unter den umsatzstärksten Shops macht die Top 10 mit 15,7 Milliarden Euro ungefähr 40 Prozent des gesamten Umsatzes aus. Die Auswertungen des EHI Retail Institutes und Statista ergeben, dass lediglich 11,7 Milliarden Euro durch die Platzierungen 11 bis 100 umgesetzt werden. Allein diese Positionen kosten Amazon und Co. eine unglaubliche Summe an Werbegeldern. Dass Amazon mit schlappen 8,1 Milliarden Euro den ersten Platz belegt, überrascht keinen mehr. Otto folgt mit 2,7 Milliarden und auf dem dritten Platz sitzt Zalando mit 1,1 Milliarden Euro. Alle drei liegen im Milliardenbereich und sind somit die umsatzstärksten Unternehmen.

Der Erfolg von Multi-Shop-Strategien ist kaum zu übersehen, der beste Beweis ist der Online-Riese Amazon. Auch die Otto Group ist neben dem Otto Shop ebenfalls mit Bonprix.de, Baur.de und Mytoys.de auf der Liste der Top 20. Außerdem punktet die MediaMarktSaturn Retail Group mit Mediamarkt.de und Saturn.de zweimal ins Ranking.

Doch warum setzen so viele Shops auf die Multi-Shop-Strategie? Der Vorteil von mehreren Shops ist zum einen, dass unterschiedliche Angebote gleichzeitig auch eine große Nutzergruppe erreicht und zum anderen, dass so individuell die Shopping-Bedürfnisse abgedeckt werden. Würde man beispielsweise alle Shops der Otto Group zusammen nehmen, würde man nach eigenen Angaben von Otto einen Umsatz von mindestens 6 Milliarden Euro erzielen. MediaMarktSaturn würde mit den Online-Shops auf über 1 Milliarde Euro kommen, somit liegt der Konzern knapp hinter Zalando.de.

Hier kann man erkennen, wie viele Shops es wirklich zu den “Riesen” im E-Commerce geschafft haben. Wir können nur abwarten und beobachten, wie sich die kleinen Shops im Bereich E-Business entwickeln. Wir sind also gespannt auf neue und innovative Ideen. Wer kann mithalten und wer wird abgehängt? Es bleibt spannend!

It's only fair to share...Share on Facebook
Facebook
6Share on LinkedIn
Linkedin
Share on Google+
Google+
0Email this to someone
email
Print this page
Print