Business to Business im E-Commerce

Vorzüge des B2B Bereichs

E-Commerce ist ein stetig wachsender Begriff in der heutigen Zeit. Dennoch geht es meistens um die privaten Endverbraucher, also den Konsumenten. Doch wie sieht das im B2B-Bereich aus?

Dadurch, dass der sogenannte B2C-E-Commerce jedes Jahr zweistellige Wachstumsraten aufweist, dominiert er beinahe den Markt. Dabei gerät dass B2B-Thema, also der Handel zwischen den Unternehmen, innerhalb des Internets in den Hintergrund.

Kundenanforderungen im B2B-Bereich

Durch die Digitalisierung haben sich neue technische Möglichkeiten für B2B-Händler ergeben. Jetzt gilt es, diese richtig auszuschöpfen. Ein ausschlaggebender Vorteil ist, dass Händler nun die Chance haben, den Kundenanforderungen gezielter zu entgegnen und sich somit wettbewerbsfähig zu machen, denn nur die Qualität des Produkts reicht nun nicht mehr aus.

Aufgrund der endlosen Möglichkeiten im World Wide Web, erwarten die Kunden viel mehr als früher. Shops müssen übersichtlich und leicht händelbar gestaltet sein. Die Studie von ibi Research beweist, dass sich vier von fünf Geschäftskunden den Service und Komfort, den sie im Netz gewöhnt sind, auch im privaten Kauf-Umfeld wünschen würden. Somit steigen die Anforderungen und der Druck umso mehr, die eigenen Verkaufspraktiken noch mal zu überdenken.

B2B-E-Commerce setzt sich durch

Die Ergebnisse der ibi Research Studie ergaben, dass sich das B2B-Business langsam aber sicher in den Fokus drängt. Zusätzlich ist in naher Zukunft mit schnellen Fortschritten zu rechnen, die es gilt, passend abzufangen und darauf zu reagieren. Doch welchen Einfluss haben die privaten Erfahrungen der Verkäufer? Beinahe jeder Ein- und Verkäufer im Bereich B2B hat auch Erfahrungen im B2C Umfeld gemacht. Die privaten Erfahrungen sind zwar nicht ausschlaggebend, aber dennoch von Bedeutung.

Bei acht Prozent der Befragten macht der Handel im Online-Business die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Der Grund dafür ist möglicherweise, dass die rein geschäftlichen Einkäufe meist über Online-Shops und nicht über Marktplätze stattfinden. Die meist genutzten Geräte sind hierbei der PC und der Laptop. Nur zwei von zehn Käufern nutzen das Tablet. Besonders wichtig ist den Nutzern die Schnelligkeit, Bequemlichkeit und das breite Sortiment der Produkte. Zwei Drittel der Befragten nutzen günstigere Preise und schnelle Angebote zum Vorteil.

Verbesserung im B2B Bereich

Über die Hälfte der Befragten gaben an, dass sich B2B-Onlineshops an den Funktionen, dem Komfort und den Abläufen der B2C-Shops halten sollten, um erfolgreich zu werden. Hierbei hat beispielsweise die Suchfunktion eine entscheidende Rolle und zählt mit 85 Prozent zu einer der wichtigsten Funktionen. Dennoch darf es gleichzeitig nicht passieren, dass relevante B2B-Anforderungen im Stich gelassen werden. Außerdem ist den Online-Nutzern wichtig, dass es eine Verfügbarkeitsliste und technische Informationen über das Produkt gibt. Und auch die Lieferzeit ist von Bedeutung und sollte nicht vernachlässigt werden, denn genau damit kann gepunktet werden.

Die am meisten angewendete Zahlungsmethode im B2B-Bereich ist die Rechnung. Das Problem hierbei ist, dass nur jeder zweite Händler diese für Neukunden bereit stellt. Eine sehr unbeliebte Zahlungsmethode ist die Vorkasse, die zwei Drittel in Anspruch nehmen. Die Hälfte der Online-Shopper nutzt PayPal – schnell und unkompliziert.

Um überhaupt auf den eigenen Online-Shop aufmerksam zu machen, nutzen zwei Drittel neben des E-Mail-Marketings auch den direkten und persönlichen Kontakt zum Kunden. Auch die Beanspruchung von Agenturen wächst in diesem Bereich, da zusätzlich zwei Drittel eine Agentur für ihr E-Business beauftragt haben. Dabei suchen die meisten Unternehmen nach einer Agentur mit guten Rezensionen und guten technischen Fähigkeiten.

Ein Blick in die B2B Zukunft

Ein großes Problem bei Händlern ist allerdings die nötige Erfahrung im Bereich Digitalisierung und den damit verbundenen Geschäftsprozessen. Das Thema Digitalisierung löst in vielen eine grundlegende Ungewissheit aus. Teilweise auch die Angst, der Herausforderung zu begegnen. Dadurch, dass jedes Unternehmen anders ist, ist es wichtig, dass auch jedes Unternehmen anders analysiert wird. Unternehmer müssen sich somit die Frage stellen, welche Lösung passt am besten zu uns und ist am erfolgreichsten.

In den nächsten Jahren ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Ein- und Verkauf im B2B Bereich immer stärker wächst und sich somit wie ein Schleier über Online-Shops und Marktplätze legt. Die befragten B2B Experten gehen davon aus, dass 2020 mehr als 50 Prozent der Unternehmenseinkäufe im Netz stattfinden werden. Die Vertriebswege, die wir heute kennen, würden dadurch nicht direkt verloren gehen, aber an Wichtigkeit verlieren.

Viele Experten sind sogar der Meinung, dass, wenn man im Internet erfolgreich verkaufen möchte, Amazon von der Bildfläche verschwinden müsste. Allerdings hat bereits mehr als die Hälfte schon bei Amazon gekauft. Anstatt auf Amazon herumzuhacken, ist es viel wichtiger, sich an den erfolgreichen Online-Plattformen ein Beispiel zu nehmen und zugleich an den eigenen Schwachstellen zu arbeiten. Also auf die Plätze, fertig, los – bevor Sie im Markt den Anschluss verlieren.

 

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