Autos in der Zukunft – Wer sind die Käufer?

Autonomes Fahrzeug

Die Automobilbranche wächst jeden Tag. Neue Autos mit neuen Technologien. Die große Frage, die sich die Hersteller stellen müssen, ist: Wer kauft unsere Autos?

In Zeiten des Wandels, stehen Änderungen der verschiedensten Branchen alltäglich auf dem Stundenplan. Aber wer lässt sich auf autonomes Fahren ein? Und werden nach diesem Fortschritt überhaupt noch normalbetriebene Autos verkauft?

Der Trend in der Autoindustrie dreht sich

Einer der Autohersteller, der eine ganz klare Meinung zu dem Thema hat, ist Hyundai. Der Hersteller glaubt nicht daran, dass Menschen zukünftig nur noch ihr eigenes Auto besitzen wollen, sondern der Trend immer mehr in Richtung Carsharing gehen wird. Hyundai bereitet sich mittlerweile schon auf eine Milliardeninvestition in der Zukunft vor. Seine Kunden sind große Carsharing-Unternehmen wie beispielsweise Lyft, Grabtaxi oder auch Uber.

“Der Trend dreht sich”, sagte Woongjun Jang, bei Hyundai für die Entwicklung von Fahrassistenten verantwortlich, in einem Interview mit “Bloomberg”. “In der Vergangenheit gefiel es den Menschen, ihr eigenes Auto zu besitzen.” In der nahen Zukunft hingegen würden die Eigentümer auf einem Markt selbstfahrende Autos vor allem Mobilitätsanbieter sein.

Die Meinungen zu diesem Thema sind gespalten. Zu einer diesen Meinungen zählt Carlos Ghosn, Chef von Renault-Nissan. Seine Stimme dürfte äußerst viel Gewicht haben, da Renault-Nissan mit ungefähr 10,6 Millionen verkauften Autos der zweitgrößte Hersteller der Welt ist. Carlos Ghosn ist allerdings der Meinung, dass neue Technologien nur wenig Auswirkung auf dem Automarkt haben und das Auto, wie wir es kennen, weiterhin gefragt ist.

Wen wandelt der Wandel zuerst um?

Zugleich meldet sich der japanische Hersteller Subaru. Tom Doll war schon immer der Meinung, dass Menschen weiterhin lieber leasen oder ein eigenes Auto besitzen wollen.

“Für Menschen ist es schmerzhaft, Autos miteinander zu tauschen, alle ihre Sachen heraus zu holen – Stifte, Papiere, Hundehaare.” Die Menschen wünschten eine lang andauernde Beziehung zu lediglich einem oder zwei Autos in ihrer Einfahrt. “Es ist einfach und bequem.”

Der Leiter des Center Automotive Research, Ferdinand Dudenhöffer tritt gegen die Meinung der zwei Automobil-Riesen an und bleibt bei seiner Aussage, dass der alleinige Besitz langweilig und die Benutzung das Spannende an dem ganzen ist. Das Auto ist abhängig von den einzelnen Berufen der Verbraucher und muss somit in das Leben der Menschen passen. Aber wen erreicht der Wandel am schnellsten? Laut Dudenhöffer werden große Städten die ersten sein, die das Vergnügen des autonomen Fahrens kennenlernen.

“In New York, Singapur und Shanghai werden in 20 Jahren grob geschätzt nur noch 40 Prozent der Autos gekauft sein. Der Rest gehört Mobilitätsdienstleistern“ – behauptet Ferndinand Dudenhöffer.

Dudenhöffer ist überzeugt davon, dass die Veränderungen überall recht unterschiedlich ausfallen werden. Dünn besiedelte Gebiete werden es besonders mit den Mobilitätsdiensten schwierig haben. In ganz Europa würde somit der Wandel langsamer als woanders zu spüren sein.

“Es wird nicht weniger Autos geben. Der größte Verlierer wird der öffentliche Nahverkehr sein”, glaubt Dudenhöffer.

Angenommen, dass sich das automatische Fahren überall durchsetzt, würden nur noch weniger Menschen mit dem Zug oder Bus fahren. Auch das würde Konsequenzen nach sich ziehen.

Automobilbranche gut für die Zukunft aufgestellt

Im Großen und Ganzen kann man behaupten, dass die Automobilbrache gut für die Zukunft aufgestellt ist – in jeder Hinsicht. BMW möchte sich beispielsweise stärker zum Anbieter der Mobilitätsdienste orientieren. Ein Schritt in die richtige Richtung war schon die Gründung des Carsharing-Dienstes DriveNow 2011. Dieser Dienst zählt mittlerweile schon über eine Million Kunden in unglaublichen 13 europäischen Städten. Intel und Mobileye arbeiten weiterhin mit BMW am vollautomatisierten Fahren.

Auch der Stuttgarter Autobauer Daimler macht Karriere in der vollautomatisierten Branche. Der Dienst des Autobauern nennt sich Car2Go. Dieser ist mittlerweile seit neun Jahren auf dem Markt – erfolgreich. Nach Unternehmensangaben zählt dieser Dienst drei Millionen Kunden auf der ganzen Welt. Auch bei den sogenannten Robo-Taxis sind große Fortschritte zu beobachten, hierbei ist auch Bosch dran beteiligt.

“Bereits in den kommenden Monaten werden erste Testfahrzeuge auf den Straßen zu sehen sein”, kündigte Bosch-Chef Volkmar Denner jüngst an.

Auch der momentane Marktführer VW entwickelt weiter. Die sogenannte Strategie 2025 setzt auf Elektromodelle für Endkunden und der Digitalisierung von Mobilitätsdiensten.

“Perspektivisch gesehen könnten wir auch eigene, selbstfahrende Shuttleflotten betreiben, wenn das autonome Fahren in der Stadt in Serie geht“, sagt Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.

Das Ziel von VW? Marktführer bis 2025 sein!

Wer ist der Favorit unter den vollautomatischen Fahrzeugen?

Besonders vollautomatische Fahrzeuge müssen ausreichend getestet und geprüft werden, bevor es auf die Reise geht. Aber wer schneidet eigentlich auch jetzt schon am besten ab?

Die aktuellste Statistik aus der kalifornischen Verkehrsbehörde sagt aus, dass besonders die Fahrzeuge von Nissan und Mercedes insgesamt eine deutlich geringere Strecke als die Roboterautos von Waymo zurücklegen. Waymo ist die sogenannte Schwester von Google. Diese Fahrzeuge waren mittlerweile 567.365 Kilometer auf öffentlichen Straßen unterwegs. Waymo ist also der absolute Favorit wenn es um das autonome Fahren geht. Auch der Taxiservice mit Roboterautos gefällt den Verbrauchern immer besser. Diese werden allerdings nur im Stadtverkehr von San Francisco getestet.

 

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