Amazon fördert – E-Commerce wächst

Amazon Online-Plattform

Für viele ist der Anbieter Amazon eine einfach Shopping-Plattform, für alles, was man benötigt – Haushaltsartikel, Geschenke, Elektrozubehör oder auch für Kosmetik. Der schnelle Kauf von Waren zieht die Nutzer magisch an. Aber was steckt hinter dieser Plattform?

In der letzten Woche ging es um den heißen Brei. Der Grund dafür waren die 20 Teilnehmerinnen, die Amazon samt ihren Coaches einlud. Das Programm läuft unter dem Namen “Unternehmer/innen der Zukunft”. In den nächsten sechs Wochen werden die Kandidaten auf die Probe gestellt. Die Teilnehmerinnen müssen an verschiedenen virtuellen Amazon Trainings teilnehmen – es wird also äußerst anspruchsvoll.

Unternehmerinnen der Zukunft im E-Commerce

Die Entscheidung der 20 Teilnehmer fiel der Jury nicht leicht, da sich insgesamt über 160 Unternehmerinnen angemeldet haben. Nun haben 20 Teilnehmerinnen die Chance auf den Namen “Unternehmerinnen der Zukunft – lokal und um die Welt”. Die Verbände der deutschen Unternehmerinnen haben gemeinsam mit Global Digital Woman und Amazon sowie der Unterstützung von shopanbieter.de die zweite Runde des Programms geplant. Dieses Mal richtet sich der Fokus auf Frauen, die erfolgreich mit ihrem Unternehmen in die Online-Welt des Shoppings einsteigen möchten.

Letzte Woche fand in Berlin das Kickoff-Meeting statt. Hierbei konnten sich Teilnehmerinnen und Coaches beschnuppern, danach ging es direkt los mit dem ersten Workshop. Hierbei erfuhren die Teilnehmer alles zum Ablauf des Programms und zu den jeweiligen Amazon Ansprechpartnern. Eines fiel den Experten sofort auf: die Teilnehmerinnen waren anfangs sehr zurückhaltend, aber dennoch motiviert und zielstrebig. Zugleich kann man sagen, dass die diesjährigen Teilnehmerinnen deutlich engagierter als die vom letzten Jahr sind. Die diesjährigen Unternehmerinnen sind sehr wissenshungrig und verstehen sich auch untereinander gut.

E-Commerce Erfolgsgeschichten

Jochen Fuchs fungiert als Coach und freut sich, auch dieses Jahr wieder dabei zu sein und Zeuge vieler Erfolgsgeschichten zu werden. Die Voraussetzungen schätzt er sehr gut ein, denn es handelt sich um spannende Persönlichkeiten mit faszinierenden Geschäftsmodellen. Vier der Geschäftsmodelle hat E-Fuchs in einem Artikel bei t3n vorgestellt, eines darunter ist die farmtex GmbH.

“Einer der ungewöhnlichsten Händler dürfte farmtex sein. Ein kleiner Hersteller und Händler von Silofolien. Diese Agrarfolien sind für die mehr oder weniger dekorativen Heuballen verantwortlich, die auf großen Wiesen in Plastik verpackt herumliegen. Außerdem werden damit auch, wie der Name es schon verrät, Silos abgedeckt. farmtex liefert bisher überwiegend an Großverbraucher, beispielsweise an Landwirtschaftsgenossenschaften in Ostdeutschland, und an landwirtschaftliche Wiederverkäufer. Der direkte Verkauf an kleinere landwirtschaftliche Betriebe hat sich für farmtex bisher nicht rentiert. Im Rahmen der Online-Expansion will farmtex zum einen den Vertrieb auf Endverbraucher im Süden erweitern, zum anderen aber auch den Privatkunden ansprechen. Für Teilzeitbauern, Hobbybauern oder Urban Gardener hat Geschäftsführerin Ines Spanier ein neues, zusätzliches Folien-Sortiment entworfen.”

Der E-Commerce Aktionsplan

Aber auch für farmtex kommt vor dem, hoffentlich reichlichen, Lohn erst die Arbeit. Denn bevor Erfolg generiert wird, müssen sich Unternehmer einige Fragen stellen. Wie soll ich mein Online-Geschäft ausbauen? Konkrete Ziele helfen den Teilnehmerinnen, das Lenkrad in die richtige Richtung zu bringen. Für diese Fragen entwickeln die Unternehmen nun einen E-Commerce-Aktionsplan, dieser wird nach und nach umgesetzt.

Auf dieser Agenda könnte dann beispielsweise stehen: die eigene Marke online etablieren, den stationären Handel um einen Online-Shop erweitern, Marktplätze erschließen oder den Export über das Internet ankurbeln. Hierbei werden sie von den Experten-Coaches tatkäftig unterstützt. Nun folgen drei Monate lang jede Woche zwei Web-Trainings. Hierbei werden die Teilnehmerinnen für die nächste Zeit aufgerüstet, damit ein erfolgreicher Online-Handel entsteht. Zusätzlich bekommen die Kandidaten Hausaufgaben und ToDos auf, diese müssen sie dann bis zum nächsten Termin fertiggestellt haben.

Mit E-Commerce Erfolg generieren

Der Erfolg der letzten Durchläufe spornt die Teilnehmerinnen noch mehr an. Ein Unternehmen, das von Jochen Fuchs betreut wird, ist der Freudentaler Kinderladen. Dieser konnte sogar nach nur einem Jahr von den ersten Umsatzmillionen berichten.

“Meines Erachtens wäre es nun aber fatal für die Teilnehmerinnen, sich diesen Erfolg als Maßstab zu setzen. Schließlich geht es im Förderprogramm nicht darum, den größtmöglichen Umsatz zu erzielen, sondern vor allem darum, dass die Unternehmerinnen den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft in das digitale Zeitalter legen. Der Erfolg kommt dann in der Regel automatisch. So auch bei vielen Teilnehmern der ersten Runde, die erst nach Programmende so richtig durchstarteten. Die Basis dafür wurde jedoch tatsächlich bei den ‘Unternehmern der Zukunft’ gelegt.”

Apropos Basis: Alle Trainings werden übrigens aufgezeichnet und sind somit jederzeit abrufbar. Den Beginn wird das Training “Von Offline zu Online” machen, welches diesen Dienstag, von den beiden Gründern und Geschäftsführern der Hallingers Genuss Manufaktur, Karin und Patrick Hallinger, durchgeführt wurde.

Milena Glimbovski sorgt für Aufsehen

Milena Glimbovski ist nicht die beste Kundin von der Online-Plattform Amazon.

“Ich versuche so viel es geht in kleinen Läden im Kiez zu kaufen”, sagt Glimbovski.

Schließlich hat sie selbst vor vier Jahren so einen Laden in Kreuzberg eröffnet. Original Unverpackt heißt ihr Geschäft, das als erster verpackungsfreier Supermarkt bundesweit für Aufsehen sorgte. Doch nun überlegt ausgerechnet die Vorreiterin der Zero-Waste-Bewegung, deren Anhänger versuchen, möglichst keinen Müll zu produzieren, einen eigenen Online-Shop bei Amazon zu eröffnen.

“Ich schaue mir gerade an, ob wir das machen”, sagt Glimbovski, “aber ich denke schon.”

Der Absprung

Milena verkauft bereits seit zwei Jahren ihre Produkte auch in einem eigenen Online-Shop. Lebensmittel, die in dem Laden in der Wiener Straße im Mittelpunkt stehen, gehören nicht dazu. Dafür jedoch eine breite Palette von ökologischen Produkten, wie eine selbst entwickelte Zahnbürste aus Bambus oder waschbare Abschminkpads – spannend! Besonders gut laufen Sets, aus denen man seine eigenen Reinigungsmittel aus Natron, Soda oder Zitronensäure herstellen kann. Doch wie passen Ökologie und Versandhandel zusammen? “Wer irgendwo auf dem Land lebt, kommt an viele nachhaltige Produkte, die man in Berlin überall kaufen kann, nicht so einfach ran”, sagt Glimbovski. Da sei der Verkauf über das Internet eine ideale Lösung und mit Recyclingverpackungen so umweltfreundlich wie möglich.

Um das Online-Geschäft noch weiter anzukurbeln, nimmt Glimbovski nun am Förderprogramm “Unternehmerinnen der Zukunft” teil, das am Donnerstag in Berlin gestartet ist. Wir drücken Milena alle Daumen!

It's only fair to share...Share on Facebook
Facebook
5Share on LinkedIn
Linkedin
Share on Google+
Google+
0Email this to someone
email
Print this page
Print